Aber sonst geht's mir gut

   Ich werde zunehmend antik, mein Antlitz schaler, die Knochen sind Aspik, meine Hoffnung schmaler. Mein Magen keucht, meine Blicke schleichen. Sie reden vom Leben, ich träume von Leichen. Mein letzter Freund, ein Teufel an der Wand. Die heimliche Geliebte, meine linke Hand. Wir treiben es täglich, sie keult mich müde. Mein täglicher Stuhlgang, Scheiß-Attitüde. Ich fresse mich glücklich, was für eine Lüge. Verpupp mich schrullig, schon meine Bezüge. Die Nachbarn immer lauter, ich übe mich leiser. Mein Schweigen tut weh, ich verstumme ganz heiser.


Der Sommer ist schön, doch grell ist das Licht. Es blühen die Blumen, und es welkt Zuversicht. Die Nacht macht mir Angst, der Morgen tut weh. Und wenn ich was fürchte, dann ein Resümee. … aber sonst geht's mir gut

5.7.08 19:35

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Schatten der Schläfer / Website (24.7.08 08:06)
Guten Morgen!

Unter dem geistigen Abfall, der sich (nicht nur im Internet) allenthalben breitmacht, ist dies wie eine Blüte, die aus einem Misthaufen wächst.
Es bricht mit allen Regeln der Metrik und hat doch literarischen Anspruch, d.i. will gefallen.

In diesem Sinne

Schatten der Schläfer

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